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Pilze - so gesund ist das Gemüse des Waldes


Pfifferlinge von Rosel Eckstein / pixelio.de

Herbstzeit ist Pilzzeit. Speisepilze gelten nicht nur als besondere Delikatesse, sondern sind auch äußerst gesund: In ihnen stecken reichlich Ballaststoffe, Eiweiß und lebenswichtige Aminosäuren, außerdem jede Menge Vitamine (Vorstufen von A und D, besonders aber B-Vitamine) und Mineralstoffe wie Natrium, Magnesium, Kalium, Phosphor und Eisen.

Wegen des geringen Natrium- und Zucker-Kaloriengehalts (nur 25 bis 35 Kalorien pro 100 g) sind Pilze selbst für Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes und/oder Übergewicht geeignet. Wichtig zu wissen: Pilze enthalten schwerverdauliches Chitin und sollten deshalb immer gut gekaut werden. Bedenken, dass Steinpilze aufgrund von Belastungen mit Schwermetallen oder Radioaktivität gesundheitsschädlich sein könnten, sind weitgehend unbegründet. Wer wöchentlich nicht mehr als 250 g Wildpilze isst, hat nichts zu befürchten, so auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung in Frankfurt/Main. Ein Tipp aus der Marien-Apotheke: Bevorzugen Sie frische heimische Ware (zu erkennen an geschlossenen Lamellen und einem angenehmen Aroma), und lassen Sie von Billigangeboten aus Osteuropa die Finger, dann bleibt das Pilzvergnügen ungetrübt. Verwenden Sie zudem nur unbeschädigte Pilze ohne Druckstellen oder Verfärbungen.

Welche Pilze jetzt öfter auf dem Speiseplan stehen sollten:

Champignons

Der "Klassiker" unter den Pilzen enthält reichlich Vitamin B12 - wichtig für gute Nerven und Vegetarier, da der Bedarf sonst nur über tierische Produkte gedeckt werden kann. Champignons - je nach Sorte weiß bis braun (Egerling) - eignen sich für Gemüse- und Reisgerichte, können aber auch roh z. B. zu Spinat- und Feldsalat gegessen werden.

Pfifferlinge

Die Walddelikatesse besticht vor allem durch seinen Ballaststoffgehalt: 100 g getrocknete Pilze enthalten 60 g Faserstoffe und damit das Zweifache des Tagesbedarfs eines Erwachsenen.

Austernpilze

Die aus dem China-Restaurant bekannten Morcheln (MU-Err) enthalten blutbildende Folsäure sowie Adenosin, das gegen Thrombose wirkt. Greifen Sie zu, wenn der seltene "White jellyfungus" im Angebot ist. Er wird in China wegen seiner antiseptischen und schleimlösenden Wirkung als Erkältungsmedizin verkauft. Tipp: Austernpilze wie Naturschnitzel braten und mit Bratkartoffeln, Zwiebeln und frischer Petersilie servieren.


Steinpilz von Der Mani / pixelio.de

Shiitake-Pilz

Der aromatische Pilz aus dem Fernen Osten wird auch bei uns immer beliebter. Japanische Studien haben ergeben, dass er Cholesterinwerte senken und Thrombosen verhindern kann. Außerdem kann er vor Virusinfektionen schützen, da er dem Körper hilft, Interferon zu bilden. Derzeitige Forschungen konzentrieren sich auf die krebshemmende Wirkung des Pilzes.

Steinpilze

Mit einem Steinpilzgericht führen Sie Ihrem Körper das seltene Selen zu (10mg pro 100 g). Das Spurenelement schützt nicht nur das Herz, sondern entgiftet auch den Körper und stärkt ihn gegen Allergien. Niacin (Vitamin B3) gilt ebenfalls als Herzschutzvitamin und beruhigt die Nerven.

Zum Abschluss ein weiterführender Link rund um das Thema Pilze: Pilzdatenbank der Technischen Universität München

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