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Schilddrüse und Ernährung

Was hat eine Schilddrüsenerkrankung mit der letzten Eiszeit zu tun?

Nahezu die Hälfte aller Deutschen leidet an einer Erkrankung der Schilddrüse. Die Ursache ist in der Regel ein Mangel an dem Hormonbaustein Jod. Dieses Element kommt in den Alpenländern und in Deutschland noch seltener vor als in anderen Gegenden der Erde. Zum Ende der letzten Eiszeit wurde das Jod durch die schmelzenden Gletscher zum grösten Teil aus dem Boden gewaschen. Dadurch ist in fast allen unseren Nahrungsmitteln zu wenig Jod enthalten, um den täglichen Bedarf zu decken. Deutschland zählt zu den jodärmsten Ländern Europas.

Die Schilddrüse

Wie hoch ist eigentlich mein täglicher Jodbedarf?

Empfehlungen zur täglichen Jodzufuhr machen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und das Bundesgesundheitsamt (BGA). Der tägliche Jodbedarf eines Erwachsenen wird bis zum vierzigsten Lebensjahr mit 200 µg angegeben, danach mit 180 µg. Säuglinge benötigen je nach Lebensalter 50-80 µg täglich und Kinder 100-180 µg. Den grösten Bedarf haben Schwangere mit 230 µg und Stillende mit 260 µg.

Muss ich jetzt jeden Tag 12,5 kg Äpfel essen?

Zur Deckung des täglichen Jodbedarfs müste man tatsächlich 12,5 kg Äpfel oder 5 kg Kartoffeln oder 6-7 kg Schweine-/Rindfleisch essen. Es reichen aber auch 400g Thunfisch oder 48g Schellfisch. Als Faustregel gilt, Seefisch und Meeresfrüchte enthalten ausreichend Jod. Ergänzend sollte man bevorzugt jodierte Lebensmittel einkaufen und mit Jodsalz würzen.

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